
Seit drei Wochen bin ich nun schon wieder zurück in Deutschland. Konnte mich nach zwei Tagen Jetlag wieder schnell einleben.
Jetzt muss ich mich erst mal um die Abrechnung vom Auslandseinsatz – ein Haufen Papierkram – kümmern. Auch erstelle ich noch eine Präsentation über den Auslandseinsatz. Im Blog von Anna, eine unserer Nachmieterinnen, kann man sich beim Lesen so richtig vorstellen, in welches Fettnäpfchen sie gerade getreten sind
Mit diesem letzen Eintrag möchte ich nun meinen Auslandseinsatz zusammenfassen:
Arbeit
Bei unserer Arbeit bei DB Schenker gab es für uns jeden Tag eine Menge Telefonanrufe und Tickets zu bearbeiten. Die Hilferufe kamen von den eintausendfünfhundert Mitarbeitern von Schenker, die in ganz Kanada verteilt saßen, bei denen es primär um Lotus Notes, Office und um Probleme von Schenker internen Anwendungen ging.
Bei der Arbeit konnte ich mein Englisch durch die vielen Telefongespräche und die Zusammenarbeit mit den Kollegen (subjektiv) verbessern, auch wenn ich mich laut Englischtest im Intranet der Telekom verschlechtert habe. Sehr frustrierend war die Fahrtzeit von eineinhalb Stunden, einfach, jeden Tag. Auch hat sich die Zusammenarbeit mit den kanadischen Kollegen oft schwierig gestaltet, aber man ist zurecht gekommen und das war die Hauptsache.
Sightseeing
Das Standardprogramm, mit dem City Pass haben wir uns als erstes Toronto Zoo angesehen. Da ich schon seit zehn Jahren in keinem Zoo mehr war konnte man sich das schon wieder mal ansehen. Das Schloss Casa Loma ist für einen Europäer eher uninteressant und mickrig. Das Royal Ontairo Museum ist von der Bauweise mit den Zacken und Ecken klasse, von der Ausstellung für mich eher uninteressant.
Mein absolutes Highlight war der 400 m hohe CN-Tower. Die Aussicht ist einfach atemberaubend. Auch sollte man unbedingt ausprobieren, ob man sich auf den Glassfloor (Eine in den Towerboden eingelassene Glasplatte, durch die man nach unten sehen kann) stellen kann – nix für Menschen mit Höhenangst.
Die Niagarafälle, nicht mal eineinhalb Stunden Autofahrt von Mississauga entfernt, sind einen Besuch wert, sehen allerdings in Filmen viel imposanter aus, als in Wirklichkeit.
Aber auch Toronto hat viel zu bieten, man kann die Wochenenden einfach damit verbringen und durch die Stadt bummeln und sich die Lebensweise ansehen. Toronto bietet sehr Viel, das es anzusehen gilt: Arme und reiche Viertel, Multikulti, Toronto Island!!!, die Hotdogstände, die Menschen, Obdachlose, Demonstrationen, Künstler…
Wohnung
- Einzelzimmer
- 2 Küchen
- 2 Wohnzimmer
- 3 Bäder
- Fernsehen
- W-LAN
Essen
Oder sollte ich besser Fast Food als Überschrift schreiben. Hier bleibt mir eigentlich nur eins zu sagen, wenn man sich sechs Wochen durchgehend von Fast Food ernährt, wird man schlechter gelaunt sein als sonst.
Im Supermarkt kann man allerdings sehr viel Obst kaufen, ich bin sogar der Meinung, dass in Toronto mehr Auswahl an Obst im Regal liegt.
Abendgestaltung
In Toronto ist fortgehen ab 19 angesagt. Ich war leider nur 18
.
An den Wochenenden war selbst vor den Pubs ein Türsteher gestanden. Da gab es kein Reinkommen. Wenn man unter der Woche oder am WE schon am frühen abend dort war, hat es meist geklappt.
Bei Discotheken wären immer Türsteher dort gewesen, da hätte man das vergessen können.
Die Menschen
Ich finde, dass dort die Menschen sehr viel toleranter, offener und hilfsbereiter sind als in Deutschland. Wenn man zum Beispiel an einem Fahrkartenschalter steht, das Ticket vier Doller kostet, man nur drei hat, dann ist es selbstverständlich, dass man den Hintermann fragt, ob dieser noch einen Doller hat – in Deutschland würde man das als Schnorren bezeichnen, in Toronto als Selbstverständlichkeit.
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Weitere Fragen?
( x ) JA ( ) NEIN
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Vielen Dank an
- meine Mitbewohner, die mich ertragen mussten, besonders Franzi
- meinen Ausbilder, Herrn Kuger, der mir dabei geholfen hat, diesen Auslandseinsatz erfolgreich zu absolvieren
- Frau Novaro, die immer sehr hilfsbereit bei Fragen war und den AE in dei Wege geleitet hat
- Frau Schedel, die mich „erwählt“ hat
- unseren Coach Gandalf
- Pablo, der mir das Leben in einem Satz erklärt hat
- all meine Leser
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Sebastian
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